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Start der interkulturellen Wochen 2014

Pressemitteilung

Als eine der ersten Aktionen in den interkulturellen Wochen fand das Basteln von Redestöcken statt. Dazu hatten sich Schüler, die Deutsch in der Nikomedesschule lernen, im Dampfross eingefunden. Sabine König vom Kulturring, die das Angebot durchführte, erklärte die Hintergründe. Redestöcke sind indianische Kultgegenstände, die jahrhundertelang bei wichtigen Gesprächsrunden und Beratungen zur Förderung der Gesprächskultur eingesetzt wurden. Der Redestab kreist in der Runde. Wer ihn in der Hand hält, hat die uneingeschränkte Aufmerksamkeit aller Anwesenden im Kreis. Er spricht über die wesentlichen Dinge, danach gibt er den Redestab weiter. Diese indianische Technik könnte auch ab und zu in der Schule eingesetzt werden.; denn in den DAF-Klassen der Nikomedesschule mit Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Ländern geht es schon mal lebhaft zu.

Zurzeit besuchen 39 Schüler aus Steinfurt und umliegenden Kommunen die Sprachförderung, die in drei Klassen mit unterschiedlichen Niveaustufen stattfindet. Unterstützt wird die Nikomedesschule vom Jugendmigrationsdienst der Ev. Jugendhilfe Münsterland und vom OT-Heim. „Da zurzeit viele Familien nach Deutschland und damit auch nach Steinfurt kommen, wäre es schön, wenn das Angebot ausgeweitet werden könnte“, so Barbara Schonschor vom Jugendmigrationsdienst. „ Denn nur durch eine gezielte Sprachförderung können Jugendliche aus anderen Ländern den Einstieg in an das deutsche Schulsystem erfolgreich schaffen.“